Das Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Kaufbeuren vermittelt seit vielen Jahren Kinder, die aus verschiedensten Gründen nicht mehr in ihren Familien leben können, in Pflegefamilien.
In einer geschützten und geborgenen Umgebung bekommen sie in Pflegefamilien bestmögliche Unterstützung und neue Chancen für einen erfolgreichen Start ins Leben.
Pflegekinder....
- sind Kinder, die für eine bestimmte Zeit oder auf Dauer nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie können
- kommen meist aus krisen- oder problembelasteten Familien
- haben alle ihre eigene Geschichte und häufig schwierigen Erfahrungen im Leben gemacht
- sind daher oft unsicher in ihrem Bindungsverhalten zu anderen Menschen
- bringen häufig mehr oder weniger starke Verhaltensauffälligkeiten mit
- brauchen dringend verlässliche und liebevolle Pflegeeltern, die sich auf Zeit oder dauerhaft um sie kümmern und ihre Entwicklung unterstützen
- haben in der Regel eine Herkunftsfamilie, die weiterhin Besuchskontakte mit ihnen pflegen möchte
Pflegefamilien.....
- sind Familien, die ein fremdes Kind, das aus den unterschiedlichsten Gründen nicht bei seinen leiblichen Eltern aufwachsen kann, für einen begrenzten Zeitraum oder gänzlich bei sich aufnimmt, betreut und erzieht
- können Paare, verheiratet oder unverheiratet, gleichgeschlechtliche Paare, unter Umständen auch Alleinerziehende, mit oder ohne Kind / ern sein
- bringen viel Toleranz für Familien und Kinder aus anderen sozialen Schichten auf
- sind belastbar und konfliktfähig
- handeln pädagogisch reflektiert und sind einfühlsam
- können Kontakte ihrer Pflegekinder zu den Herkunftseltern zulassen
- sind aufgeschlossen für eine enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und bereit, an Fort- und Weiterbildungen teilzunehmen
Herkunftsfamilien
- können aus unterschiedlichen Gründen ihre Kinder nicht zuhause betreuen und erziehen
- wünschen in der Regel regelmäßige Kontakte zu ihren Kindern
- streben oftmals die Rückführung ihrer Kinder an
- stehen der Inpflegegabe der Kinder oftmals ambivalent gegenüber
Formen von Pflegeverhältnissen.....
Bereitschaftspflege
- bietet die Möglichkeit einer sofortigen und kurzfristigen Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in einer Familie, oft im Rahmen einer Krisenintervention. Die Zeit in der Bereitschaftspflege dient in der Regel zur Klärung der weiteren Lebensperspektive des Pflegekindes.
Kurzzeitpflege
- Kurzzeitpflegestellen nehmenfür eine befristete Zeit (max. 6 Monate) Kinder auf, weil sie in ihrer Herkunftsfamilie aus unterschiedlichsten Gründen nicht versorgt werden können (Ausfall der Eltern durch Krankheit, Teilnahme an Therapien, Strafvollzug, innerfamiliäre Krisen uä.)
Vollzeitpflege
- ist eine auf Dauer angelegte Form der Vollzeitpflege (oft bis zur Verselbständigung)
- meist lebt das Pflegekind wie ein eigenes Kind in der Familie
Von Pflegebewerbern benötigen wir
- einen ausführlichen Lebensbericht
- ausgefüllte Formulare zur Aufnahme eines Pflegekindes (erhalten Sie im Jugendamt)
- ein aktuelles Führungszeugnis
- eine Einverständniserklärung für eine Polizeiauskunft
- ein ärztliches Attest
Wir bieten Ihnen
- ausführliche Informationen und Beratung im Vorfeld der Bewerbung
- zwei ganztägige Vorbereitungsseminare (bei Bedarf mit Kinderbetreuung)
- mehrmals jährlich Fortbildungsseminar zu verschiedenen Themen
- fachliche Beratung und Begleitung
- Unterstützung und Beratung in der Zusammenarbeit mit den leiblichen Eltern
- Pflegeelternstammtisch
- finanzielle Unterstützung in Form von Pflegegeld, Zuschüssen zu verschiedenen Versicherungen
- bei Bedarf Vermittlung von weiterführenden Hilfen (z.B: Erziehungsberatung, Fördermaßnahmen usw.)
weitere Informationen finden Sie unter
http://www.blja.bayern.de/