Clea Stracke, Förderpreisträgerin der Stadt Kaufbeuren 2009, stellt im Treppenhaus des Alten Rathauses aus.
Filmstill aus „Alles in Ordnung“, Videoloop HD, 4:30 min., Clea Stracke und Verena Seibt, 2010.
Samstag, 3. Dezember 2011
Videoinstallation und Fotoarbeiten von Clea Stracke im Treppenhaus des Alten Rathauses
Vom Freitag, 11. November, bis Freitag, 2. Dezember, zeigt die Stadtverwaltung Kaufbeuren im Treppenhaus des Alten Rathauses (Eingang Kaiser-Max-Straße) die Installation „Clea Stracke. Alles in Ordnung“. Zu sehen sind die namengebende Videoinstallation, die Fotosequenz „Der König ist tot, es lebe der König“ sowie die Leuchtkasten-Fotoarbeit „Schlafendes Zimmer“. Die Werke sind im ersten und zweiten Obergeschoß des Treppenhauses von Montag bis Donnerstag 8-17 Uhr und am Freitag 8-12 Uhr zugänglich.
Der Kunst- und Förderpreis
Clea Stracke ist Förderpreisträgerin der Stadt Kaufbeuren des Jahres 2009. Der Kunst- und Förderpreis der Stadt Kaufbeuren würdigt das Œuvre zeitgenössischer bildender Künstler unter qualitativen Aspekten. Bewerber, möglichst mit Bezug zu Schwaben oder zur Region Kaufbeuren, werden von sechs nominierungsberechtigten Institutionen vorgeschlagen, ihre Unterlagen von einer externen Fachjury bewertet. Kunst- und Förderpreis werden alle 4 Jahre gemeinsam vergeben. Neben Stracke erhielt 2009 Karin Bergdolt, die mittlerweile bei Nürnberg lebt, den Kunstpreis.
Ihre Arbeit
Clea Stracke begreift die Welt als Bühne. Die Bühne sind dabei die architektonisch definierten und formulierten Räume des Alltags, der private Raum und der öffentliche, der soziologische Raum. Mit großem Gespür für die Orte und Geschichten, inszenatorischem Geschick und einer guten Portion Humor verändert die Künstlerin in kleinen Gesten und mit minimalen formalen Eingriffen bestehende Orte und bringt dadurch Geschichten ans Licht, die den Orten selbst eingeschrieben, aber nicht ans Licht getreten sind. Viele ihrer Arbeiten sind in Kooperation mit Verena Seibt entstanden.
Die Video-Installation "Alles in Ordnung" behandelt das Phänomen des Windes und seine ambivalenten Auswirkungen. Wind kann als höhere Gewalt Menschenwerk niederreißen und Ordnungen zerstören. Und doch birgt er daneben die anarchistische Qualität, Festgefahrenes aufzuwirbeln und Neues auf den Weg zu bringen.
Die Künstlerin
Clea Stracke wurde 1982 in Berlin-Tempelhof geboren. Nach dem Abitur in Kaufbeuren im Jahre 2001 begann sie ihr Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Ezio Toffoluti und Norbert Prangenberg. Es folgten Aufenthalte an der Nuova Accademia di Belle Arti in Mailand sowie an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, bevor sie ihr Studium 2009 in München mit Diplom abschloss.
Ihre Preise
Clea Stracke ist unter anderem Preisträgerin der Erwin-und-Gisela-von-Steiner-Stiftung sowie des Danner-Wettbewerbs. Beim Wettbewerb Kunst-am-Bau für den Martin-Gropius-Bau in Berlin 2011 wurde sie für den 2. Preis nominiert (Künstlergruppe Stracke & Wakil & Seibt). Ihre Arbeiten waren in der Münchner Rathausgalerie, in der Artothek Dachau, bei den Weichter Kulturtagen, aber auch bei Ausstellungen in Tschechien, Spanien oder Bulgarien zu sehen.
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