Pädagogische Schwerpunkte
Aufgaben:
Die Aufgaben des Kindergartens orientieren sich an dem „Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung“. Der BEP ist seit dem 01. September 2005 für alle Kindertagesstätten verbindlich.
Das Kind gestaltet entsprechend seinem Entwicklungsstand seine Bildung von Anfang an aktiv mit.
Das pädagogische Personal in den Kindertageseinrichtungen hat die Aufgabe, durch ein anregendes Lernumfeld und durch Lernangebote dafür Sorge zu tragen, dass die Kinder anhand der Bildungs- und Erziehungsziele Basiskompetenzen erwerben und weiterentwickeln.
Leitziel der pädagogischen Bemühungen ist im Sinn der Verfassung der beziehungsfähige, wertorientierte, hilfsbereite, schöpferische Mensch, der sein Leben verantwortlich gestalten und den Anforderungen in Familie, Staat und Gesellschaft gerecht werden kann. (AV BayKiBiG vom 5. Dezember 2005)
Als Basiskompetenzen werden grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten, Haltungen und Persönlichkeitscharakteristika bezeichnet. Sie sind Vorbedingungen für den Erfolg und die Zufriedenheit in Schule, Beruf, Familie und Gesellschaft. Deshalb werden Sie im Folgenden als Frühpädagogische Ziele formuliert.
Ziele:
Im Folgenden wollen wir Ihnen die Ziele unserer pädagogischen Arbeit, die uns am Herzen liegen, vorstellen. Diese versuchen wir im Laufe der Kindergartenzeit ihres Kindes zu erreichen, doch...
...jedes Kind ist anders...
Anhand des Bilderbuches „Das kleine ich bin ich“ möchten wir die Ziele, die uns in unserer Einrichtung wichtig sind verdeutlichen.
Das Bilderbuch von Mira Lobe handelt von einem kleinen Tier, das keinem anderen ähnlich sieht und sich deshalb auf die Suche nach seines gleichen macht. Dabei sammelt es wie Ihr Kind neue Erfahrungen.
Begleiten Sie uns auf dieser Reise.
Auf der bunten Blumenwiese
gehe ich heute spazieren,
wandre unter Schierlingspalmen,
freu mich, dass die Vögel singen,
freu mich an den Schmetterlingen,
freu mich, dass ich mich freuen kann.
Ich wünsche mir,
dass ich in meinem Kindergarten
lachen - weinen
schreien - erleben
kuscheln - meine Ruhe haben
mich ärgern - viel wissen und Antworten kriegen
feiern - vorgelesen bekommen
singen - toben
matschen - rennen
klettern - tanzen
turnen - schaukeln
bauen - werken
kneten - malen
basteln - backen
kochen - essen
beobachten - mit allen Sinnen lernen
Naturvorgänge erleben
Naturmaterialien sammeln, sortieren, ordnen, benennen, beschreiben....
...und vieles, vieles mehr kann.
Umweltbegegnungen
Wir wollen,
bei den Kindern Toleranz, gegenseitige Achtung und Wertschätzung den fremden
Kulturen gegenüber fördern.
Diese Achtung und Wertschätzung machen wir beispielsweise dadurch deutlich, dass auf die verschiedenen Eßgewohnheiten Rücksicht genommen wird. Weil Muslimische Kinder mitessen, verzichten wir auf Schweinefleisch. An diesen Tagen werden andere Gerichte angeboten.
- Abbau von Vorurteilen
- Erziehung zu Respekt von anderen Menschen
- Aushalten von Widersprüchen
- Fördern des Verständnisses unterschiedlicher Perspektiven
- Demokratische Erziehung Unterschiede als Bereicherung zu erfahren
- Eigene Werte zu überprüfen
Kinder verschiedener Nationen besuchen unsere Einrichtung, deshalb fließen andere Sprachen und Kulturen im täglichen Umgang miteinander selbstverständlich mit ein.
So erfahren die Kinder, dass es Menschen mit unterschiedlichen Normen und Verhaltensweisen gibt. Durch Feste und verschiedene Veranstaltungen im Jahreskreis, erleben die Kinder den Unterschied zwischen der eigenen und der fremden Kultur.
Sie sollen lernen, mit und von einander zu lernen und sich gegenseitig zu akzeptieren.
Konfliktmanagement
Wir wollen,
ihr Kind anfangs bei seinem Konflikt unterstützen, lassen Streitigkeiten zu, wenn es aber nötig ist greifen wir ein, schlichten und zeigen Wege auf, sich wieder zu versöhnen.
Somit wollen wir erreichen, dass Ihr Kind im Laufe der Zeit den Konflikt selbständig lösen kann.
Auf der bunten Blumenwiese
will ich nicht bleiben.
Irgendeinen will ich fragen,
irgendeiner soll mir sagen,
wer ich bin.
Ich,
stelle Fragen über Dinge, dich ich wissen will und brauche Hilfe bei den Dingen, die ich noch nicht kann.
Selbständigkeit
Wir wollen,
Ihrem Kind so viel wie möglich zeigen und ihm viel Zeit zum Üben und Ausprobieren geben.
Als ich betrübt und still
meiner Wege ziehen will,
sagt zu mir das Nilpferd:
„Kleiner Bunter, bist du blind?
Schau doch, schau!
Ganz genau,
so ein schöner Schwanz wie deiner,
nur vielleicht noch etwas bunter,
hängt da von dem Baum herunter.
Dieser Auf- dem – Baume- Sitzer,
dieser schöne Schwanz- Besitzer,
soll dir sagen, wer du bist!“
Ich freue mich, dass du
- bei mir bist
- mir hilfst
- mich unterstützt
Verhältnis Erzieher und Kind
Wir wollen,
dass sich Ihr Kind bei uns wohl fühlt, und ihm die notwendige Geborgenheit und Sicherheit schenken.
Die Kinder lernen Beziehungen aufzubauen, die durch Sympathie und gegenseitigen Respekt gekennzeichnet sind.
Wir helfen den Kindern dabei, indem wir uns offen und wertschätzend verhalten, neuen Mitgliedern bei der Kontaktaufnahme helfen und mit den Kindern über soziales Verhalten sprechen.
Gemeinsam möchten wir zu Ihrem Kind eine partnerschaftliche Beziehung aufbauen. Durch Lachen, Fröhlich sein, Spielen, Toben, Auseinandersetzen...usw. kann diese Beziehung aufgebaut und gefestigt werden.
Wir sind alle nur Engel mit einem Flügel
Und nur wenn wir einander umarmen, können wir fliegen.“
Lucianao Decrescendo
Durch die Stadt und durch die Straßen
gehe ich spazieren;
Geh und denk so vor mich hin:
„Stimmt es, dass ich gar nichts bin?
Alle sagen, ich bin Keiner,
nur ein kleiner
Irgendeiner....
Ob’s mich etwa gar nicht gibt?
Bin kein Nilpferd und kein Hund,
nicht einmal ein Hundefloh
ooo!“
Weil ich mir nicht mehr helfen kann,
fang ich beinah zu weinen an.
Aber dann bleib ich mit einem Ruck,
mitten auf der Straße stehen,
und sag ganz laut zu mir:
„Sicherlich gibt es mich:
ICH BIN ICH!“
Ich,
kenne jetzt meinen Körper und weiß, was ich kann!
Deshalb kann ich:
- Gefühle zeigen
- meine Meinung äußern
- streiten und Konflikte selbständig lösen
- Fragen stellen und Antworten geben
- mir Hilfe und Freiheit nehmen, wenn ich sie brauche
Resilienz
Wir, halten uns immer vor Augen:
„Wenn Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln,
wenn sie groß sind gibt ihnen Flügel.“
Ich,
kann jetzt:
- Mich durchsetzen gegenüber Stärkeren, Größeren
- Meine Probleme selbst lösen
- Verantwortung übernehmen
- Positiv Denken
- Freundschaften festigen
Durch den Park, auf allen vieren,
geht das ICH-BIN-ICH spazieren,
freut sich an der schönen Welt,
die ihm wieder gut gefällt.
Plötzlich sieht es überm Rasen
lauter bunte Seifenblasen
Viele helle
bunte Bälle
große, kleine,
zarte, feine,
wie aus Glas –
schön ist das.
Ich,
lerne in meinem Kindergarten:
- mathematische Inhalte sprachlich auszudrücken
- Formen zu unterscheiden (Kreis, Dreieck, Rechteck, Quadrat)
- Materialien zu sortieren
- Eins – zu – Eins Zuordnungen herzustellen
- Mengen zu erfassen
- zählen und auszuzählen von Objekten
- zuordnen von Zahlen
- Zeit zu erfahren
- Gewichte und wiegen
- Längen und Messen
- schütten und gießen
.... und vieles mehr, mit allen Sinnen.
Mathematische Kompetenz
Wir unterstützen,
die Förderung der kognitiven Fähigkeiten ihres Kindes, die für die Entwicklung mathematischer Kompetenzen bedeutsam sind.
Es gilt bei allen Kindern, Mädchen wie Jungen, die vorhandene Neugier und den natürlichen Entdeckerdrang auch hinsichtlich des Umgangs mit Zahlen, Mengen und geometrischen Formen für die Aneignung mathematischer Vorläuferkenntnisse und –Fähigkeiten zu nutzen.
Durch die Stadt
Und durch die Straßen
Geht das bunte Tier spazieren
und begegnet neuen Tieren.
Trifft vor einem Bäckerladen
eine ganze Schar von Hunden.
Alle sind kurz angebunden,
alle zerren an der Leine,
dicke, dünne,
große, kleine
ruppige und struppige,
seidige, geschmeidige,
gut dressierte,
schön frisierte,
schmale, breite,
Seit an Seite,
dumme Hunde
und gescheite.
Ich lerne,
in meinem Kindergarten, mich sprachlich mitzuteilen und mit anderen auszutauschen
in dem ich
- Sprechfreude
- Freude an Lautspielen, Reimen und Gedichten
- Interesse an Bilderbüchern
- aktives zuhören
- Wortschatzerweiterung
- Begriffsbildung
- Sprachlichen Ausdruck von Gefühlen
- Textverständnis
- Neugierde auf fremde Sprachen
...entwickle.
Sprache und Literacy
Wir beobachten und dokumentieren,
von Anfang an die Sprachentwicklung.
Wir vermitteln
den Kindern die Freude an der Sprache, indem wir sie durch Kreis-, Sing- und Fingerspiele, Bildgeschichten, Märchen und freies Erzählen zum Sprechen motivieren.
Die Betreuung ausländischer Kinder, die die deutsche Sprache überhaupt nicht oder nur mangelhaft beherrschen, stellt für uns Erzieher eine besondere Herausforderung dar.
Durch unsere zusätzliche Fachkraft zur Ausländerförderung ist es uns möglich, Kinder mit geringen Deutschkenntnissen gezielt zu fördern.
Ziel dieser Förderung ist eine ausgewogene Gesamtpersönlichkeit des Kindes. Jedes Kind kommt zu Wort und jedem Kind wird zugehört. Die Kinder lernen, sich in zusammenhängenden Sätzen auszudrücken und ihre Sprachlautstärke der Situation anzupassen, damit beim Schuleintritt die Chancengleichheit gewährleistet ist.
Literacy - Erziehung wird in unserer Einrichtung immer mehr zu einem wesentlichen Bestandteil unserer Arbeit. Dabei geht es um vielfältige Erfahrungs- und Lernchancen rund um Buch-, Erzähl- und Schriftkultur, Erfahrungen die für die Sprachentwicklung und Bildungschancen der Kinder von großer Bedeutung ist.
Lesepatenschaften durch Eltern, unterstützen unsere Kinder im Spracherwerb. Ausländische und deutsche Mütter erzählen in ihrer Muttersprache Geschichten, Fingerspiele und singen Lieder.
„Ich bin hier und diese Wiese,
wo die bunten Blumen stehn,
hab ich die nicht schon gesehn?
So ein Glück,
bin zurück,
auf der alten Wiese!
Zwischen hohen grünen Halmen
gehe ich spazieren,
dreh mich nicht mehr hin und her,
denn ich bin, ihr wisst schon, wer.
Lauf gleich zu den Tieren hin:
So jetzt weiß ich wer ich bin!
Kennt ihr mich?
ICH BIN ICH!“
Alle Tiere freuen sich,
niemand sagt zu ihm: „Nanu?“
Schaf und Ziege, Pferd und Kuh,
alle sagen: „Du BIST DU!“
Mir begegnen in jeder Gruppe fröhliche, ruhige, trotzige, lebhafte, traurige, schüchterne, aufgeschlossene und viele, viele andere Kinder.
Ich,
weiß jetzt, dass ich jedem anders gegen über treten und Rücksicht nehmen muss, dazu benötige ich viel Feingefühl, damit wir uns alle rundum Wohlfühlen können....
... denn Du bist du.