Kooperationen

Fachdienste

Um umfassend und erfolgreich arbeiten zu können, ist es uns wichtig gute Kontakte zu benachbarten sozialen Einrichtungen und Fachdiensten zu pflegen (gegenseitige Informationsveranstaltungen, Erfahrungsaustausch, Arbeitskreise, gemeinsame Veranstaltungen, Hospitationen). Mit Hilfe dieser Verbindungen werden Aufgaben, Ziele und Arbeitsweisen der Institutionen transparent gemacht.

  • Die Fähigkeit gute und tragbare Beziehungen zu Kindern und Erwachsenen aufbauen zu können, ist für die gesamte Entwicklung des Kindes von größter Bedeutung. Verhaltensauffälligkeiten wie motorische Unruhe, übermäßige Schüchternheit und mangelnde Selbständigkeit sowie Entwicklungsrückstände in den Bereichen Wahrnehmung, Denken, Sprache und Motorik beeinträchtigen das Selbstwertgefühl und Handeln des betroffenen Kindes. Um diesen Kindern Schulprobleme und Ausgrenzung durch andere zu ersparen, nehmen wir bereits frühe Hinweise auf Auffälligkeiten ernst, sprechen über unsere Beobachtungen mit den Eltern und suchen gemeinsam nach einer Möglichkeit dem Kind zu helfen.
    Vorausgesetzt dem Wunsch und Einverständnis der Eltern, arbeiten wir in konkreten Fällen eng mit der mobilen sonderpädagogischen Hilfe der Josef-Landes-Schule, der Frühförderung der Lebenshilfe, selbständigen Logopäden, Psychologen, Ergotherapeuten und Krankengymnasten, der Erziehungsberatungsstelle und dem Stadtjugendamt zusammen.
    Die Beratungsstellen stehen bei Erziehungs- und Familienproblemen zur Seite, die pädagogisch-therapeutischen Fachdienste stellen Diagnosen und unterstützen die Entwicklung des Kindes anhand eines individuell erstellten Förderplans. In Einzelfällen kann der Besuch einer SVE-Gruppe (schulvorbereitende Einrichtung), des Schulkindergartens oder einer DIA-FÖ-Klasse (Diagnose-Förder-Schule) die bestmögliche Hilfe für das Kind bedeuten.
    Die regelmäßige Anwesenheit der Frühförderung in unserem Haus bietet den Vorteil, dass die Kinder Förderangebote in ihrer gewohnten Umgebung annehmen können und die Eltern keinen zusätzlichen Arbeits- und Zeitaufwand mit Bringen, Warten und Abholen haben. Zudem kann von allen Beteiligten unkompliziert Kontakt aufgenommen werden.
  • Seit vielen Jahren stehen das Lehrpersonal der Grundschulen und unsere Erzieherinnen in enger Verbindung, um den Kindern den Übergang vom Kindergarten in die Schule zu erleichtern. Bei regelmäßig stattfindenden Treffen sprechen wir über die Intensivierung der Zusammenarbeit, über Inhalte und Arbeitsweisen der Einrichtungen und erörtern Fragen zur Schulfähigkeit.
    Im Frühjahr informieren sich Lehrer beider Grundschulen vor Ort über unsere schulvorbereitende Arbeit. Bei den Besuchen werden zudem erste Kontakte zwischen Lehrern und Kindern geknüpft.
    Dem Schnuppertag in der Schule, der jährlich im Juli stattfindet, sehen die einzuschulenden Kinder mit großer Spannung und vielen Erwartungen entgegen.
    Kinder mit Migrationshintergrund, die nicht über die notwendigen sprachlichen Fähigkeiten und Kenntnisse für eine erfolgreiche Schullaufbahn verfügen, haben auch in diesem Kindergartenjahr die Möglichkeit in der Adalbert-Stifter-Schule bzw. der Gustav-Leutelt-Schule am Deutsch-Vorkurs teilzunehmen. Parallel dazu organisiert die Erzieherin, die mit der zusätzlichen Sprachförderung für Migrantenkinder in unserem Haus betraut ist, wöchentlich zwei weitere Deutsch-Vorkurs-Stunden. Die Kurse umfassen insgesamt 240 Stunden, wovon jeweils 120 Stunden von den Lehrkräften der Grundschulen und vom pädagogischen Personal unseres Kindergartens übernommen werden. Zur inhaltlichen Gestaltung der Vorkurse finden regelmäßig Gespräche mit Grundschullehrkräften und Erzieherinnen statt.

    Die Ludwig Hahn Sing- und Musikschule der Stadt Kaufbeuren bietet für vier- bis sechsjährige Kinder eine musikalische Früherziehung im Kindergarten an. Da Lernziele, Arbeitsinhalte sowie die methodischen Darbietungen mit unserer Konzeption übereinstimmen, schätzen wir das Angebot für die Kinder in unserem Haus. Der Unterricht für zwei Gruppen mit jeweils 10 bis 12 Kindern findet am Dienstag Nachmittag im Mehrzweckraum statt.

    Im Rahmen der Praktikantenbetreuung haben wir regelmäßig Kontakt zu Lehrkräften der Fachakademien für Sozialpädagogik, der Berufsfachschule für Kinderpflege, der Haupt- und Realschulen, der Gymnasien und Fachoberschule.
  • Wir verständigen das Gesundheitsamt, wenn Krankheiten epidemisch auftreten und lassen uns in Zweifelsfällen medizinisch beraten. Im Jahr vor der Einschulung führt eine sozialmedizinische Assistentin vom Gesundheitsamt bei den Vorschulkindern einen apparativen Seh- und Hörtest sowie eine Überprüfung der Sprache durch. Zudem nimmt sie Einsicht in das Vorsorgeheft und das Impfbuch. Die Bestätigung über diese Untersuchung müssen die Eltern bei der Schuleinschreibung vorlegen.
  • Jährlich kommen die Verkehrserzieher der Polizei Kaufbeuren zu uns in den Kindergarten und üben mit den Kindern das Straßeüberqueren im Schonraum Turnhalle und auf Straßen im näheren Umfeld des Kindergartens. Ergänzend dazu halten sie Elternabende.

Organisation von Betreuung außerhalb der Einrichtung

  • Zur Überbrückung der Wartezeit auf einen Kindergartenplatz weisen wir die Eltern bei der Vormerkung auf die Spielgruppen der evangelischen und katholischen Kirche hin.
  • In Gesprächen und mit einem Aushang an unserer Pinwand informieren wir die Eltern über Zeiten und Aufnahmebedingungen für den Ferienkindergarten. Anmeldeformulare dafür erhalten sie bei uns.

Vernetzung in Gemeinde/Stadtteil

  • Zu verschiedenen Natur- und Umweltthemen laden wir Fachleute in den Kindergarten ein. Sofern die Möglichkeit besteht, besuchen wir sie an ihrem Arbeitsplatz bzw. in ihrem Einsatzbereich. Vertreter von Feuerwehr, Erst-Hilfe-Organisationen, Ernährungs- und Abfallberater, der Förster und der Bäcker bereichern und beleben unsere Erziehungs- und Bildungsarbeit mit ihren Ideen und Handlungsbeiträgen.
  • Bei Spazier- und Beobachtungsgängen, einem Ausflug zum Verkehrsübungsplatz oder ins Stadtbad, einem Besuch in der Stadtbücherei oder in der Kirche lernen die Kinder ihre Umwelt kennen und sich angemessen in ihr zu bewegen.
    Bei einem Ausflug zur Stadtmauer und ins Museum erfahren sie etwas über die Geschichte der Stadt Kaufbeuren und das Leben der Menschen in früheren Zeiten. Meist gehen wir zu Fuß oder benutzen öffentliche Verkehrsmittel.
  • Zum lebensnahen Lernen gehören ebenso Einkäufe mit den Kindern in Fachgeschäften, Großmärkten und auf dem Wochenmarkt, wie auch unsere Beteiligung an Sammelaktionen für bedürftige Menschen.
  • Unsere Second-Hand-Bazare werden von interessierten Eltern aus Kaufbeuren und Umgebung besucht.
  • Zum Martinsumzug und zum Sommerfest kommen auch viele Familien, deren Kinder nicht bzw. nicht mehr unseren Kindergarten besuchen.
  • An besonderen Festen und Aktionen in unserem Stadtteil beteiligen wir uns gern. Trotz allem möchten wir aber nicht nur Statisten bei Veranstaltungen sein, sondern in erster Linie den Vorstellungen, Wünschen und Bedürfnissen der Kinder entsprechen.
  • Regelmäßig leihen wir Literatur in der Stadtbücherei und Filme bei der Stadtbildstelle aus.
  • Als Informations- und Werbeträger für öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen unseres Kindergartens nutzen wir die örtliche Tageszeitung und den Rundfunk sowie die Möglichkeit Aushänge in Geschäften, Sparkasse, Banken und bei Ärzten anzubringen.
  • In der Vergangenheit fanden zahlreiche gemeinsame Elternabende der städtischen Kindergärten in Neugablonz statt.