venerdì, 30.07.2010
Sonderausstellung: Ein Gablonzer in New York
Hubert Hubner, Künstler und Designer
14:00 - 17:00 Uhr
Isergebirgs-Museum, Marktgasse 8
Veranstalter: Isergebirgs-Museum
Laufzeit der Ausstellung: Freitag, 30. Juli bis Sonntag, 14. November 2010 - Öffnungszeiten: täglich außer Montag 14 - 17 Uhr - "Hubert Hubner, famous designer leaves" titelte der Miami Beach Star 1939 in großen Lettern. Der Mann, dessen Abreise aus Miami Schlagzeilen machte, betrieb in New York ein erfolgreiches Designstudio. Geboren wurde er als Hubert Hübner in Schumburg bei Gablonz an der Neiße. Seinem Lebensweg vom böhmischen Dorf in die Weltstadt New York und seiner Arbeit als Künstler und Designer widmet das Isergebirgs-Museum Neugablonz seine neue Sonderausstellung.
Hubner kam 1905 als Sohn eines Glasdrückers zur Welt. Er verlor früh seine Eltern und wuchs unter ärmlichen Verhältnissen auf. Seine künstlerische Begabung verhalf ihm von 1925-27 zu einem Stipendium an der Kunstgewerblichen Staatsfachschule in Gablonz. Als Abschlussarbeit entwarf er einen Teppich. Wilhelm Ginzkey, Inhaber der renommierten Teppichfabrik Ignaz Ginzkey in Maffersdorf (Bezirk Reichenberg) war davon so beeindruckt, dass er Hubner eine Stelle anbot. 1928 schickte ihn in seine New Yorker Niederlassung. Dort trug der junge "Dessinateur" zu einem großen Erfolg der Firma bei: Er lieferte den Entwurf für den damals größten handgeknüpften Teppich der Welt, den Ginzkey im Auftrag des New Yorker Waldorf Astoria Hotels herstellte. Als Ginzkey in der Weltwirtschaftskrise seine US-Niederlassung aufgab, machte sich der junge Designer mit einem eigenen Studio in Manhattan selbstständig. Dort entwarf er Muster für namhafte Hersteller von Textilien, Tapeten und Teppichen. Aus "Hubert Hübner" wurde der anerkannte Designer "Hubert Hubner". Seine Freizeit widmete Hubner der Malerei. In locker-impressionistischer Malweise hielt er das New York der 1940er bis 60er Jahre im Bild fest. Weitere Bilder entstanden auf seinen jährlichen Europareisen, die ihn auch in seine Isergebirgsheimat führten. Trotz der künstlerischen Qualität seiner Arbeiten ging Hubner damit lange nicht an die Öffentlichkeit.
Erst 1980 nach seiner Niederlassung in Lauterach bei Ehingen begann er, Bilder auszustellen und zu verkaufen. Den Erlös stiftete er Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Diesem Zweck diente auch die Hubert-Hubner-Stiftung, die Hubners Lebensgefährtin Margot Jäger nach dem Tod des Künstlers 1991 ins Leben rief. Der Erlös der Stiftung erbrachte zusammen mit dem Nachlass von Hubner und Jäger eine Summe von über 225.000 Euro.
Nach der Auflösung der Stiftung 2008 übergab der Treuhänder Josef Meier Hubners Nachlass an das Isergebirgs-Museum Neugablonz.
Weitere Informationen
Eintritt: 2,00 bis 3,50 Euro
Vorverkauf: kein Vorverkauf
Isergebirgs-Museum Neugablonz,
08341 965018
info (at) isergebirgs-museum.de
www.isergebirgs-museum.de