Tag des offenen Denkmals am 11. September

Das Trentinihaus in der Gutenbergstrasse: Am 11. September öffnet das Kleinod der Villenarchitektur des 19. Jahrhunderts seine Pforten für interessierte Besucher

Bildnachweis: 
Stadt Kaufbeuren
Das Trentinihaus in der Gutenbergstrasse: Am 11. September öffnet das Kleinod der Villenarchitektur des 19. Jahrhunderts seine Pforten für interessierte Besucher Bildnachweis: Stadt Kaufbeuren
Freitag, 26. August 2016

Trentinihaus öffnet seine Pforten – Kleinod der Villenarchitektur des 19. Jahrhunderts

Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 11. September 2016, öffnet das sogenannte Trentinihaus in der Gutenbergstraße 15 a von 9.30 bis 12 Uhr seine Pforten. Führungen werden um 10 und um 11 Uhr angeboten.

Das Trentinihaus gilt als Kleinod der Villenarchitektur des 19. Jahrhunderts und erinnert an die gehobene Gartenvorstadt, die in spätbarocker Zeit an der Ausfallstraße nach Augsburg entstand. Es befindet sich in Privatbesitz und ist sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Über das Trentinihaus
1839 ließ Christoph-Friedrich Heinzelmann-Schachenmayer das Gartenhaus am westlichen Wertachufer erbauen. In den folgenden Jahren wurde es mehrfach erweitert. Bis Mitte der 1920er Jahre wurde das Anwesen überwiegend als Sommerresidenz von den Erben der Familie Heinzelmann genutzt. Den Namen „Trentinihaus“ erhielt die Villa durch einen der Miteigentümer. Die Enkelin von Christoph-Friedrich Heinzelmann-Schachenmayer, Amalie Laubmann, war mit dem Generalmajor a. D. Alois Trentini verheiratet.

Nachdem es 1925 verkauft wurde, wurde der Garten sukzessive verkleinert und die Villa als Mietobjekt genutzt. Um 1970 wurde die Gestaltung des Gebäudes durch den Einbau von Schaufenstern im Erdgeschoss nochmals entscheidend verändert. Die Gartenanlage wurde schließlich auf die heutige Größe reduziert.

In den Jahren 2006 bis 2008 wurden das Gebäude und die verbleibende Gartenanlage durch den neuen Eigentümer und mit erheblicher finanzieller Unterstützung durch den Entschädigungsfonds, den Bezirk Schwaben und die Stadt Kaufbeuren wieder instandgesetzt. Für die Sanierung des Gebäudes hat der Kaufbeurer Architekt Christoph Welsch 2009 die Denkmalschutzmedaille des Freistaats Bayern erhalten.