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Die Veranstalter/-innen und Sprecher/-innen des Unternehmerabends zum Thema E-Commerce. 
Foto: Stadt Kaufbeuren

Die Veranstalter/-innen und Sprecher/-innen des Unternehmerabends zum Thema E-Commerce. Foto: Stadt Kaufbeuren

  • Die Veranstalter/-innen und Sprecher/-innen des Unternehmerabends zum Thema E-Commerce. 
Foto: Stadt Kaufbeuren
  • Großes Interesse beim Unternehmerabend zum Thema E-Commerce. Foto: Stadt Kaufbeuren

Montag, 8. Oktober 2018

E-Commerce begeistert rund 100 Teilnehmer am Unternehmerabend

Wie lässt sich die Digitalisierung nutzen, um neue Geschäftsmodelle im Bereich Handel zu entwickeln? Wo steht der stationäre Einzelhandel in der digitalen Transformation? Welche Chancen ergeben sich für Unternehmen in den Bereichen B2C, aber auch B2B? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Unternehmerabends zum Thema E-Commerce.

Christian Dosch von „Allgäu Digital – Digitales Zentrum Schwaben“ und die weiteren Veranstalter InnovaPark, Wirtschaftsjunioren Kaufbeuren/Ostallgäu, der Landkreis Ostallgäu und die Stadt Kaufbeuren freuten sich sehr über das hohe Interesse der rund 100 Teilnehmer des Unternehmerabends.

Den Start machte Dr. Ernst Stahl aus Regensburg von der ibi Research GmbH. Er verdeutlichte, weshalb nicht jeder Händler bei einem Online-Marktplatz mitmachen kann oder muss. Unverzichtbar und mit vertretbarem Aufwand zu erreichen sei aus seiner Sicht jedoch die Verbesserung der digitalen Auffindbarkeit. Oder mit anderen Worten: „Ein stationärer Händler, der online nicht aufindbar ist, findet gerade bei jüngeren Käufern nicht mehr statt.“ Sehr anschaulich war das Beispiel einer kleinen fränkischen Metzgerei, die über 50 Prozent des Umsatzes online bzw. im Versandgeschäft macht. Das gelingt ausschließlich mit Eigenprodukten. Noch vor wenigen Jahren galt es als schwer bis nicht möglich, solche Produkte online zu vermarkten. Jetzt verschickt dieser kleine fränkische Metzger seine Spezialitäten weltweit an „Auslandsfranken und -deutsche“.

Marcel Dorocz von FDI Digital Business e.K. zeigte am Beispiel eines Allgäuer Maschinenbauers auf, wie der gesamte Betriebs- und Produktionsprozess ausgehend vom Onlineshop für Geschäftskunden (B2B) digitalisiert werden kann. So konfigurieren die Kunden ihre Produkte von den Leistungsmerkmalen bis hin zur Farbe komplett online. Alle Informationen gehen direkt in die Produktion, wo mit kurzer Reaktionszeit produziert und versandt wird. Martin Reichle, Gründer und Inhaber des Kaufbeurer Unternehmens GenXtreme, wendet sich mit seinen Produkten an Geschäfts- und Privatkunden. Sehr erfolgreich hat er seinen Onlinehandel für hochwertige Arbeits- und Outdoorbekleidung aufgebaut. Für nachhaltiges Wachstum setzt Martin Reichle auf Brand Identity, Performance Marketing und Customer Centricity. Der Erfolg seines Onlinegeschäftes ermöglichte sowohl die Eröffnung eines Ladenlokals als auch die Etablierung einer stark wachsenden Eigenmarke.

Tenor des Abends war, dass es nicht sinnvoll sei, als stationärer Händler einen Onlineshop als „Satellitengeschäft“ zu betreiben. Wer erfolgreich in den E-Commerce einsteigen möchte, müsse auch die übrigen Geschäftsprozesse digitalisieren und verknüpfen. Viele detaillierte Nachfragen und Diskussionen beim anschließenden Büfett zeigten die hohe Relevanz des Themas für die regionale Geschäftswelt.