News Archiv

Übergabe des Gesundheitsberichtes im Rahmen der Abschlussveranstaltung der ersten Phase des Förderprogramms „Gesunde Kommune Kaufbeuren“.
(v.l.n.r.:) Prof. Dr. Markus Zinsmeister, Fakultät Soziales und Gesundheit, Hochschule Kempten; Julia Mergler, Projektleiterin im Bildungsbüro der Stadt Kaufbeuren; Oberbürgermeister Stefan Bosse; Robert Klauer, Beiratsvorsitzender AOK Kaufbeuren-Ostallgäu und Kreishandwerksmeister; Alfred Riermeier, Referatsleiter für Jugend und Familie bei der Stadt Kaufbeuren;  Bernd Ruppert, Direktor, AOK Bayern Direktion Kaufbeuren-Ostallgäu. 
Bild und Text: Marketingagentur Tenambergen

Übergabe des Gesundheitsberichtes im Rahmen der Abschlussveranstaltung der ersten Phase des Förderprogramms „Gesunde Kommune Kaufbeuren“. (v.l.n.r.:) Prof. Dr. Markus Zinsmeister, Fakultät Soziales und Gesundheit, Hochschule Kempten; Julia Mergler, Projektleiterin im Bildungsbüro der Stadt Kaufbeuren; Oberbürgermeister Stefan Bosse; Robert Klauer, Beiratsvorsitzender AOK Kaufbeuren-Ostallgäu und Kreishandwerksmeister; Alfred Riermeier, Referatsleiter für Jugend und Familie bei der Stadt Kaufbeuren; Bernd Ruppert, Direktor, AOK Bayern Direktion Kaufbeuren-Ostallgäu. Bild und Text: Marketingagentur Tenambergen

Freitag, 7. Juni 2019

Vorstellung des Gesundheitsberichtes

Erste Förderphase der „Gesunden Kommune Kaufbeuren“ ist abgeschlossen

Die Stadt Kaufbeuren möchte die Gesundheit ihrer Bürgerinnen und Bürger fördern. Dazu sollen maßgeschneiderte Angebote im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention geschaffen werden, die es den Menschen deutlich erleichtern das eigene Wohlbefinden zu verbessern. Dafür wurden in einem ersten Schritt Daten zu den gesundheitlichen Bedürfnissen in Kaufbeuren gesammelt, um den genauen Bedarf an geeigneten Maßnahmen konkret festzustellen. Übersichtlich festgehalten sind die Ergebnisse jetzt im kürzlich vorgestellten Gesundheitsbericht. Damit ist das Ziel der ersten Förderphase des von der AOK finanziell unterstützten Projektes „Gesunde Kommune Kaufbeuren“ erreicht.

Wie Oberbürgermeister Stefan Bosse ausführte, lohne es sich für die Stadt unbedingt, sich des Themas Gesundheit aktiv anzunehmen. „Wir freuen uns, dass die Analyse zu den konkreten Rahmenbedingungen in Kaufbeuren nun abgeschlossen ist. Ich sehe darin ein vielversprechendes Projekt für Kaufbeuren, dass wir gerne intensiv unterstützen.“ Bernd Ruppert, Direktor der AOK Kaufbeuren-Ostallgäu, betonte, dass nun die praktische Umsetzung anstehe: „Die Broschüre ist zweifelsohne eine Schatzkiste an Erkenntnissen und auf keinen Fall für die Schublade gedacht.“

Die Datenerhebung lag in den Händen der Hochschule Kempten. Deren Vertreter Prof. Dr. Markus Zinsmeister bestätigte die zentrale Rolle der Kommunen im Bereich Gesundheit. Seiner Ansicht nach sei die Mehrzahl der heutigen modernen Krankheitsbilder über die Reduzierung von Risikofaktoren wie Bewegungsmangel gut in den Griff zu bekommen. „Genau hier liegt die große Chance, dass über die Schaffung gesundheitsförderlicher Bedingungen das Verhalten der Menschen positiv beeinflusst wird.“ Als prägnante Beispiele nannte er die Gesetzgebung zum Nichtraucherschutz, die mit der Einführung zahlreicher Maßnahmen die Zahl der Raucher erheblich reduziert habe. Oder die dänische Hauptstadt Kopenhagen, welche durch ihre äußerst radfahrerfreundliche Infrastruktur die Menschen in großer Zahl zum Radfahren motiviere. Zusammengefasst könne man sagen: Die Rahmenbedingungen entscheiden, wie der Mensch sich verhält.

Als Zielgruppe der „Gesunden Kommune Kaufbeuren“ sind Senioren sowie Kinder und Jugendliche ausgemacht worden. Im Rahmen der Datenerhebung wurden sowohl deren konkreter Bedarf als auch deren Bedürfnisse festgehalten. Zinsmeister führte aus, dass es „ein Ziel des Gesundheitsberichtes ist, den Gesundheitsstatus der Zielgruppe auszumachen und daraus konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Stadt abzuleiten.“ So kam der Bericht für Kinder und Jugendliche in Kaufbeuren zu folgenden Empfehlungen: Digitale Medien zur Vermarktung von Präventionsangeboten stärker nutzen, körperliche Aktivität  intensiv fördern – das gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund - und bekannte und beliebte Sportler aus Kaufbeuren und der Region als Vorbilder für die Präventionsarbeit gewinnen. Laut Zinsmeister sitzen junge Menschen heute zu viel: „Sitzen ist das neue Rauchen.“

Wichtige Ansatzpunkte in der gesundheitlichen Prävention für Senioren sieht Zinsmeister in körperlicher Aktivität und gesunder Ernährung. Auch hier gelte es entsprechende Angebote zu digitalisieren, Netzwerke zur Informationsvermittlung zu schaffen und eine leichte Erreichbarkeit der Angebote sicherzustellen. Unbedingt müssten auch die Menschen mitbeteiligt werden, in dem ihre Bedürfnisse festgestellt werden.

Alfred Riermeier, Leiter des Jugend- und Familienreferates der Stadt, unterstrich die Wichtigkeit von Gesundheit heutzutage: „Gesund zu leben hat einen hohen Stellenwert bei vielen Menschen. Das unterstützen wir als Kommune gerne.“ So werde es im September im Rahmen des Stadtlaufs auch einen Gesundheitstag geben. Außerdem nehme Kaufbeuren an der Aktion Stadtradeln teil. Die Projektleiterin der „Gesunden Kommune“ Julia Mergler vom Bildungsbüro betonte abschließend, dass das erarbeitete Datenmaterial eine perfekte Grundlage für die kommunale Gesundheitsförderung sei: „Der Gesundheitsbericht zeigt mögliche Handlungsempfehlungen auf. Im nächsten Schritt wollen wir maßgeschneiderte Angebote im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention realisieren. Unser Ziel ist es, das Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und Anregungen für einen gesundheitsbewussten Lebensstil zu geben.“

Der Gesundheitsbericht kann online unter www.kaufbeuren-aktiv.de/gesunde-kommune eingesehen werden. Hier gibt es auch weiterführende Informationen.