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Sie stehen für das Rad- und Fußverkehrskonzept: (v.l.n.r.) Uwe Seidel, Leiter Abteilung Tiefbau, Oberbürgermeister Stefan Bosse, Angelika Reinartz, Projektleiterin vom Ingenieurbüro BSV und Stefan Horend von der Polizeiinspektion Kaufbeuren.<div class='urheber'>Foto: Stadt Kaufbeuren</div>

Sie stehen für das Rad- und Fußverkehrskonzept: (v.l.n.r.) Uwe Seidel, Leiter Abteilung Tiefbau, Oberbürgermeister Stefan Bosse, Angelika Reinartz, Projektleiterin vom Ingenieurbüro BSV und Stefan Horend von der Polizeiinspektion Kaufbeuren.

Foto: Stadt Kaufbeuren

Montag, 18. November 2019

Bürgerworkshop zum Rad- und Fußverkehrskonzept am 25. November

Die Stadt Kaufbeuren hat mit Beschluss des Bauausschusses vom März dieses Jahres ein gesamtstädtisches Rad- und Fußverkehrskonzept in Auftrag gegeben. Ziel ist es, ein flächendeckend geschlossenes, sicheres, bedarfs- und funktionsgerechtes Netz mit möglichst kontinuierlichen Führungsformen zu schaffen. 

Die Erarbeitung des Konzeptes erfolgt durch das BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung Dr.-Ing. Reinhold Baier in Aachen. Dieselbe Planungsfirma hat die Stadt bereits erfolgreich beraten, als es um die Analyse von Unfallhäufungsstellen in der Stadt ging. Nach Umsetzung der Verbesserungsvorschläge hat sich die Schadensstatistik der in Kaufbeuren zugelassenen Fahrzeuge deutlich verbessert. Nach einer ersten Analyse der vorhandenen Rad- und Fußwege ist jetzt die aktive Beteiligung der Kaufbeurer Bürgerinnen und Bürger gefragt.

Am 25. November wird es im Kaufbeurer Stadtsaal um 19 Uhr den ersten Bürgerworkshop zum Rad- und Fußverkehrskonzept geben. „Wir wollen die Meinungen, Wünsche und aktuellen Herausforderungen in Bezug auf die Fuß- und Radwege in Kaufbeuren hören, denn gerade die Nutzer der Wege wissen, wo nachgebessert werden sollte“, so Oberbürgermeister Stefan Bosse über den Workshop. Bau- und Umweltreferent Helge Carl setzt auf ein gutes Miteinander im Entstehungsprozess des neuen Konzepts: „Im ersten Schritt sollen die Bürger über das Projekt informiert werden und erfahren, welche Ergebnisse erste Analysen gebracht haben. Natürlich werden die Ergebnisse des Workshops in das Konzept einfließen.“ Im Frühjahr wird es dann noch einen zweiten Workshop geben, in dem konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Rad- und Fußwege diskutiert werden.

So soll das neue Rad- und Fußverkehrskonzept entstehen

Für den Radverkehr soll der vorhandene bauliche Bestand im öffentlichen Raum bedarfsgemäß überarbeitet und gezielt erweitert werden.  Zusätzliche Infrastruktur wie Bike and Ride-Anlagen, Ladestationen für Elektrofahrräder, öffentliche und private Abstellanlagen in ausreichender Zahl und passender Verortung sollen entstehen.

Für Fußgänger sollen sinnvolle Erweiterungen des Wegenetzes durch sichere, zusammenhängende und ausreichend dimensionierte Trassierungen vorgeschlagen werden. Besonderes Augenmerk wird auf sichere Überquerungsstellen an Kreuzungspunkten gelegt.

Auf Basis einer Analyse und Bewertung der derzeitigen und künftigen Fuß- und Radverkehrsströme und einer Evaluierung der Verkehrssicherheit werden künftige Zielsetzungen erarbeitet. Eine priorisierte Liste konkreter Maßnahmen ist dann der nächste Schritt. Neben der Beteiligung der städtischen Fachabteilungen aus den Bereichen Mobilität, Stadtplanung, dem städtischen Bauhof und der Tiefbauabteilung wird auch die Polizei Kaufbeuren mit ihrer Expertise unterstützen. Die entwickelten Leitlinien, das Handlungskonzept und das Umsetzungsprogramm werden im Ausschuss für Mobilität und Umwelt sowie im Stadtrat festgelegt und beschlossen.