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Äußerlich wirkt die Kaufbeurer Kulturszene ja etwas mitgenommen. Doch die Akteure bleiben unverdrossen engagiert.

Äußerlich wirkt die Kaufbeurer Kulturszene ja etwas mitgenommen. Doch die Akteure bleiben unverdrossen engagiert.

Montag, 7. Juni 2021

Die „Trotzphase“ wird öffentlich

Kaufbeurens Kultur zeigt ihr Gesicht während der Pandemie

Der Kulturausschuss hatte in seiner jüngsten Sitzung angeregt, die Kaufbeurer Kulturakteure ins Rampenlicht der Öffentlichkeit zu rücken, die den Einschränkungen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr mit außergewöhnlichem Einfallsreichtum und unverdrossenem Engagement begegnet sind.

Dem Aufruf der städtischen Abteilung Kultur folgend hatten Bürgerinnen und Bürger daraufhin rund ein Dutzend Vorschläge eingereicht, in denen sie kulturelles Wirken hinter den Kulissen der verordneten Lockdowns schilderten.

Elf Liebeserklärungen

Die daraus entstandene Kampagne trägt den Namen „Trotzphase“ und wird ab Anfang Juni öffentlich: Elf „Liebeserklärungen“ an die Kaufbeurer Kultur sind es letztendlich geworden, die die Betrachter in großformatigen Zeitungsanzeigen, auf Monitoren, Plakaten, in den sozialen Medien und auf einer eigenen » Homepage darauf hinweisen, mit welch unermüdlicher Hingabe und Kreativität für die Rückkehr des Kulturgenusses in unseren Lebensalltag gearbeitet wurde und wird.

Weitere Ideen und Projekte

Und das ist noch nicht einmal eine erschöpfende Aufzählung: Wegen seines Planungsstatus‘ unberücksichtigt blieb zum Beispiel das „20-Tage-Programm“ des Dirigenten der Musikvereinigung Neugablonz, Peter Vogt, für den Wiedereinstieg in den Probenbetrieb. Dieses Projekt wurde mittlerweile sogar vom Bundesmusikverband BMCO für das Förderprogramm „Neustart Kultur“ ausgewählt.

Nicht abgebildet ist auch das Trio aus Sylke Rödiger, Julia Haug und Christian Adolf, die seit über einem Jahr jeden Freitag bei Wind und Wetter vor dem Heinzelmannstift für die Bewohner singen. Sie fanden im Produktionszeitraum unglücklicherweise einfach keinen geeigneten gemeinsamen Fototermin.

Fokus auf die freie Kulturszene

Zudem hat sich die Verwaltung dafür entschieden, keine städtischen Einrichtungen in die Kampagne einzubinden. Denn natürlich haben auch das Stadtmuseum, die Sing- und Musikschule oder die Stadtbücherei Einfallsreichtum beim Umgang mit der Pandemie beweisen müssen. „Wir wollten aber bewusst den Fokus auf die freie Kulturszene richten; auf all diejenigen, die ehrenamtlich, freiberuflich oder mit unternehmerischem Risiko Kulturarbeit leisten“, erläutert Günther Pietsch, Leiter der Abteilung Kultur.

Begeisterung und eindrucksvolle Unterstützung

Berührt hat die Organisatoren die große Freude, mit der alle Beteiligten nach einem mitunter zermürbenden Jahr kulturellen Stillstands zu Werke gegangen sind. „Es sind wunderbare kleine Fotokunstwerke entstanden.“, zeigt sich Barbara Lackermeier aus der Abteilung Kultur begeistert. „Da war von Frust und Resignation nichts zu spüren.“

Und ebenso eindrucksvoll war die Welle der Unterstützung, die der Kampagne von allen Seiten zuteil wurde. Sie reicht von attraktiven Konditionen der begleitenden Medien über kostenlos angebotene Leistungen der Kaufbeurer Werbeagentur medienblick bis hin zur spontanen Kooperationsbereitschaft der beiden Fotografen Christoph Jorda und Karl-Josef Hildenbrand, die die unverdrossenen Kulturmacher mit viel Liebe zum Detail in Szene gesetzt haben.

Kontakt

Stadt Kaufbeuren

Kultur

Herr Pietsch
Abteilungsleiter

Raum: 3. OG

Hauberrisserstraße 8
87600 Kaufbeuren

Telefon:
08341/437-595
Fax:
08341/437-8595

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