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Das Trio Tempo Nuovo, Foto: Hans Wolf

Das Trio Tempo Nuovo, Foto: Hans Wolf

Mittwoch, 11. Mai 2022

Stummfilmnacht mit Live-Musik vom Trio Tempo Nuovo

Am Freitag, den 20.05.2022 lädt das Stadtmuseum Kaufbeuren von 18–22 Uhr zur Stummfilmnacht mit Live-Musik vom Trio Tempo Nuovo in das ehemalige Kino Schauburg (Kulturwerkstatt, Ganghoferstr. 6) ein. Der Abend ist auf drei Blöcke aufgeteilt, dazwischen gibt Pausen und die Möglichkeit für eine Erfrischung an der Theke der Miniburg.

Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Veronika, der Lenz ist da! Zur Unterhaltungskultur der 20er Jahre“. Karten sind im Vorverkauf im Stadtmuseum erhältlich.

Erster Block: Stummfilmkomödien, 18–19 Uhr

Der erste Block beginnt mit dem Kurzfilm „Der Tramp“ (1915) von Charlie Chaplin. Melone, Stöckchen, Schnauz, viel zu große Schuhe und Hose – zur wohl bekanntesten Leinwandfigur machten diese Attribute Charlie Chaplins Tramp.

Anschließend folgt eine Vertonung des kurzen Stummfilms „Flitterwochen im Fertighaus“ (1920) von Buster Keaton: Buster heiratet eine schöne Frau und bricht zur Hochzeitsreise auf, sein Onkel bezahlt die Flitterwochen im Fertighaus. Das muss aber erst noch aufgebaut werden, und das Chaos nimmt seinen Lauf, als das frisch vermählte Paar mit den Arbeiten beginnt.

Zweiter Block: Ein expressionistischer Stummfilm, 19.30–20.45 Uhr

Der expressionistische deutsche Stummfilm „Von morgens bis mitternachts“ von Karlheinz Martin aus dem Jahre 1920 entstand nach dem gleichnamigen Schauspiel von Georg Kaiser. Angereizt von der Vorstellung eines mondänen Lebens stiehlt der Kassierer einer Bank eine große Menge Geld.

Er kauft sich davon elegante Kleidung, besucht ein Sechstagerennen, spielt in der Bar und im Tanzlokal den Lebemann. Die Angst vor dem Gefängnis lässt ihn schließlich einer jungen Frau seine Geschichte erzählen. Er verteilt das Geld unter den Armen, die sich gierig drauf- und davonstürzen. Kurz vor Mitternacht erschießt sich der Kassierer, um der drohenden Festnahme zu entgehen.

Dritter Block: Experimentelle Filme der 20er Jahre, 21.15–21.45 Uhr

Der dritte Aufführungsblock beginnt mit dem Filmexperiment „Vormittagsspuk“ des Dadaisten Hans Richter aus dem Jahr 1927. Richter schildert in surrealistischer Manier eine „Rebellion der Objekte”. Viking Eggeling, schwedischer Dadaist und Experimentalfilmer, ist mit seiner „Diagonal-Symphonie“ (1923) zu sehen.

Dieser Stummfilm ist ein kühner Versuch mit selbstentworfenen abstrakten Bildern als Vorlagen, die er mit schwarzem Papier abdeckte und langsam freilegte, indem er das Papier verschob oder Figuren ins Papier schnitt. Der Kurzfilm „Jeux des reflets et de la vitesse“ (1925) von Henri Chomette treibt Eggelings Abstraktion des Filmbildes noch weiter voran.

In rasenden Fahrten mit der Kamera und kaleidoskopischen Verfremdungen zerfließt die gefilmte Wirklichkeit zu einem reinen Spiel des Lichts und der Bewegung.

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