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Foto: Tobias Müller/Stadt Kaufbeuren

Foto: Tobias Müller/Stadt Kaufbeuren

Freitag, 12. Juni 2026

Für einen starken Wirtschaftsstandort

Auf Einladung des Kaufbeurer Wirtschaftsreferenten kamen am 8. Juni Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen Wirtschaft zum 5. Kaufbeurer Wirtschaftstreff, dieses Mal im Küchenstudio „Edelweiss“ von Herrn Vinh Thuan La, zusammen. Ziel des Treffens war es, den Dialog zwischen Unternehmen verschiedener Branchen zu fördern, aktuelle Herausforderungen und Chancen zu diskutieren sowie die Vernetzung innerhalb des Wirtschaftsstandorts weiter auszubauen.

Oberbürgermeister Stefan Bosse betonte in seinem Grußwort die Bedeutung eines starken lokalen Netzwerks: „Eine lebendige und erfolgreiche Wirtschaft lebt vom Austausch, von Kooperationen und von kurzen Wegen. Als Stadt verstehen wir uns nicht nur als Verwaltung, sondern auch als aktiver Partner für die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort.“

Anschließend referierte Vinh Thuan La über die Geschichte der Küche und nannte zahlreiche Fakten: Beispielsweise, dass die klassische Einbauküche jetzt ihr 100-jähriges Jubiläum feiert. Gleichzeitig betonte er, dass sich die baulichen Anforderungen an Küchen in den vergangenen Jahrzehnten stets weiterentwickelt hatten. Früher waren Küchen ein Ort, in den man Gäste kaum hineinschauen ließ. Mittlerweile werden v.a. in Neubauten fast ausschließlich offene, großzügig geschnittene Küchen und Essräume miteinander verbunden. Denn für die meisten Familien ist die Küche der Ort an dem die meiste soziale Interaktion stattfindet. Ein entsprechend schön eingerichteter Raum ist die Basis für gemütliches Wohnen.

Als zweiter Gastredner trat Wolfgang Wittmann von der „Europäischen Metropolregion München e.V.“ auf. Die Europäische Metropolregion München ist ein riesiger geografischer Raum, zu den Mitgliedern gehören 20 Landkreise, 5 kreisfreie Städte und rund 6 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Der Verein fördert die Zusammenarbeit in Bereichen wie Wirtschaft, Mobilität, Innovation oder Wissenschaft und soll als Plattform für gemeinsame Projekte sowie den gemeinsamen Austausch dienen. Gleichzeitig stärkt der Verein die Sichtbarkeit der Metropolregion München als bedeutender Wirtschafts- und Lebensraum innerhalb Deutschlands und Europas. Mitglied werden können nicht nur Landkreise und Kommunen sondern auch Wirtschaftsunternehmen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kooperationen anzubahnen. Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsame Interessen zu identifizieren. Dabei wurde deutlich, dass viele Herausforderungen – aber auch viele Chancen – branchenübergreifend sind und gemeinsam besser bewältigt werden können.

Mit dem Treffen unterstreicht die Stadt ihren Anspruch, eine Plattform für die lokale Wirtschaft zu bieten und den regelmäßigen Dialog zwischen Unternehmen, Institutionen und Verwaltung zu fördern. Die Veranstaltung soll außerdem dazu beitragen, bestehende Netzwerke zu stärken und neue Verbindungen zu schaffen, die langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Kaufbeuren zu sichern.

„Eine starke lokale Wirtschaft entsteht dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam Ideen entwickeln. Wir möchten als Stadt unter anderem mit dem Wirtschaftstreff einen Rahmen schaffen, damit genau das gelingt“, so Andreas Bauer.

Die positive Resonanz der Teilnehmenden zeigt den Bedarf an solchen Austauschformaten. Daher plant die Stadt Kaufbeuren, den Dialog mit den Unternehmen fortzusetzen und das Netzwerk weiter auszubauen. Ziel ist es, die wirtschaftlichen Potenziale vor Ort noch stärker sichtbar zu machen, Synergien zu nutzen und gemeinsam die Zukunft des Standorts zu gestalten.