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Bild: FOSBOS Kaufbeuren

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Dienstag, 30. Juni 2026

Fachkräfte von morgen: FOSBOS Kaufbeuren sucht Praktikumsbetriebe

Wer an Abitur denkt, denkt meist zuerst ans Gymnasium. Doch dieses Bild ist längst überholt: In Bayern erwerben rund 40 Prozent aller Absolventinnen und Absolventen ihre Hochschulreife über die beruflichen Schulen – allein im vergangenen Schuljahr waren das etwa 18.000 Schülerinnen und Schüler an einer Fach- oder Berufsoberschule, an Gymnasien 33.100. Die Fach- und Berufsoberschulen sind damit ein tragender Pfeiler der bayerischen Bildungslandschaft.

Während Gymnasien auf eine breite Allgemeinbildung setzen, verbinden die Fach- und Berufsoberschulen (FOSBOS) akademische Vorbereitung mit einem tiefen Einblick in die berufliche Praxis. An der Staatlichen FOSBOS Kaufbeuren etwa werden Schülerinnen und Schüler gezielt zur Fachhochschulreife oder zur allgemeinen Hochschulreife geführt – und das in genau jenen Fachrichtungen, in denen der Bedarf heute am größten ist: Wirtschaft und Verwaltung, Technik, Sozialwesen sowie Gesundheit. Der akute Fachkräftemangel stellt Betriebe in der Region vor enorme Herausforderungen. Qualifizierte Auszubildende zu finden, motivierte Nachwuchskräfte zu gewinnen und langfristig verlässliche Fachkräfte zu halten – das wird für viele Unternehmen zunehmend zur Kraftprobe.

Genau an dieser Stelle setzt das Konzept der FOSBOS an. In der Jahrgangsstufe 11 gehört eine fundierte fachpraktische Ausbildung (fpA) zum verpflichtenden Lehrplan. Die Schülerinnen und Schüler absolvieren dabei eine kompakte Praktikumsphase von rund 9 bis 10 Wochen direkt in regionalen Unternehmen – und das gleich zweimal pro Schuljahr, mit einem Wechsel der Praktikumsstelle nach dem Zwischenzeugnis Mitte Februar. Für die Betriebe bedeutet das: Sie lernen motivierte junge Menschen über einen Zeitraum von bis zu zehn Wochen kennen – lange genug, um echte Einblicke in deren Arbeitsweise, Engagement und Potenzial zu gewinnen. Viele Unternehmen haben auf diesem Weg bereits ihre künftigen Auszubildenden oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefunden.

Die Rahmenbedingungen sind dabei klar geregelt und unkompliziert: Die Schülerinnen und Schüler sind über die Kommunale Unfallversicherung Bayern (= KUVB) unfallversichert, eine zusätzliche Haftpflichtversicherung wird über die Schule abgeschlossen. Eine Ausbildungsvergütung wird nicht gezahlt – der Aufwand für die Betriebe bleibt damit überschaubar.

Für das kommende Schuljahr sucht die FOSBOS Kaufbeuren erneut Unternehmen, Institutionen und Organisationen, die bereit sind, jungen Menschen den Einstieg in die Berufswelt zu ermöglichen. Besonders dringend werden Praktikumsplätze in den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung wie z. B. in Büros, Rechtsanwalts- und Steuerberatungskanzleien, Logistik, Groß- und Einzelhandel benötigt. Aber auch im Gesundheitswesen – z. B. in Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Fitnessstudios –, medizinischen Einrichtungen wie Arztpraxen oder therapeutische Praxen und Einrichtungen wie Physiotherapie- und Rehaeinrichtungen.

Ein Praktikumsplatz ist keine Einbahnstraße. Natürlich profitieren die Schülerinnen und Schüler: Sie gewinnen konkrete Vorstellungen von der Arbeitswelt, entwickeln praktische Fähigkeiten und erhalten eine wertvolle Orientierungshilfe für ihre Berufswahl. Doch auch die Betriebe gewinnen – und das mehr, als viele auf den ersten Blick vermuten. Wer heute einen Praktikumsplatz anbietet, investiert in die Fach- und Führungskräfte von morgen. Unternehmen, die frühzeitig Kontakt zu motivierten Nachwuchskräften aufbauen, sichern sich einen entscheidenden Vorteil im Wettbewerb um qualifiziertes Personal.

Interessierte Betriebe können sich direkt an die Staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule Kaufbeuren wenden, um mehr über die Möglichkeiten einer Praktikumspartnerschaft zu erfahren.

Für Rückfragen:

Carmen Schön, StRin                                                            

fpa@fosbos-kf.de

(08341) 90 83 38-0

FOSBOS Kaufbeuren

Schelmenhofstraße 46

87600 Kaufbeuren