Berchtesgaden liegt dem majestätischen Watzmann zu Füßen. © Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee
1883-1886
ю Idee für die historischen Romane Δ Schiffmeisterhaus
Ende April 1883 reiste Ludwig Ganghofer von Wien aus in die bayerischen Berge: zunächst nochmals nach Ruhpolding und von hier aus in das Berchtesgadener Land. Hier erhielt Ludwig Ganghofer die von König Ludwig II. in Schloss Linderhof unterzeichnete persönliche Jagderlaubnis, auf die er in Ruhpolding gewartet hatte, für die königlichen Leibgehege in Ramsau, Berchtesgaden und Königssee.
Der Naturzauber der herrlichen Landschaft rund um den Watzmann wirkte so nachhaltig auf Ludwig Ganghofer, dass das Berchtesgadener Land dessen Leben und Werk zeitlebens beeinflussen sollte.
Auch die Sommer der folgenden drei Jahre verbrachte er wieder am Königssee. Dabei reiften die ersten Pläne für die in der deutschen Literaturgeschichte einmalige Romanfolge, die Ganghofer als seine "Watzmannkinder" bezeichnete. Sie umfasst die gesamte Epoche von der Entstehung des Feudalstaates bis zu dessen Untergang und macht das Berchtesgadener Land zum mikrokosmischen Schauplatz einer deutschen Entwicklungsgeschichte vom 12. bis zum 18. Jahrhundert.
Das literarische Schaffen Ganghofers, der zu den erfolgreichsten Vertretern der süddeutschen Heimatliteratur zählt, zielt darauf ab, naturalistische und idealistische Vorbilder in Begriffen der Volkstümlichkeit und Naivität zu vereinen. Die Figuren in seinen Werken durchlaufen auf ihrer Suche nach dem Wahren und Gesunden, der Gemeinschaft und der Natur eine positive Entwicklung hin zum Erhabenen, welches bildhaft in der heimatlichen Berglandschaft symbolisiert wird, die stets den Hintergrund der Handlungsszenarien bildet.
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