Stadtgeschichte

Oberbeuren

In Rot ein silberner Turm, begleitet von zwei sechsstrahligen goldenen Sternen.

Das Wappen wurde am 10.10.1950 verliehen und spielt mit der Darstellung des Turmes auf die Ritter von Schwarzenburg an. Die beiden Sterne stammen aus dem Kaufbeurer Stadtwappen als Erinnerung an die Zugehörigkeit zur Reichsstadt 1519 – 1802.

Älter als Kaufbeuren ist das auf dem westlichen Wertachhochufer gelegene Oberbeuren. Zwischen dem Jahre 500 und 600, dem Zeitraum der Landnahme, dürfte Oberbeuren gegründet worden sein.

Als sich aus dem fränkischen Königshof die Stadt Kaufbeuren entwickelte und Reichsunmittelbarkeit erlangte, bildete Oberbeuren fortan eine kleine vom Reich lehnbare Herrschaft, da es ja bis 1268 die gleichen Herrschaftswechsel wie Kaufbeuren miterlebte. 1519 kaufte die Reichsstadt Kaufbeuren die Reichsherrschaft Oberbeuren dem sechzehnjährigen Sohn des jäh gestorbenen Burkhard von Heimenhofen ab. Oberbeuren blieb dann im Besitz der Reichsstadt bis 1802. Bis zum 30 jährigen Krieg schätzten die Kaufbeurer besonders das Wildbad Zum guten Brunnen.

Durch die Mediatisierung wurde Oberbeuren zu einer selbständigen Gemeinde. Sie verdoppelte im 19. Jahrhundert die Einwohnerzahl und nahm in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg nochmals zu. So zählte Oberbeuren 1972 2873 Einwohner und hatte damit gegenüber den 448 Einwohnern des Jahres 1810 seine Einwohnerzahl versechsfacht.

Besonders nach 1945 begann sich der bis dahin von der Landwirtschaft geprägte Charakter des Dorfes zu ändern. Das lag auch unter anderem daran, dass immer mehr Kaufbeurer Oberbeuren als Wohngegend bevorzugten.

Seiner Eigenständigkeit, seiner Lebens- und Entwicklungsfähigkeit wurde sich Oberbeuren in diesen Jahren immer mehr bewusst. Aber die vielfältigen Verflechtungen zu Kaufbeuren im Berufs- und Geschäftsleben waren auch zu bedenken und so entschied sich der Gemeinderat Oberbeurens am 28.12.1971 mit einer Stimme Mehrheit zur Eingemeindung nach Kaufbeuren.