Charta der Gleichstellung

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Die Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene

Obwohl in vielen Bereichen bereits eine formale Anerkennung und zahlreiche Fortschritte erreicht wurden, ist die Gleichstellung von Frauen und Männern im Alltag noch immer nicht erreicht. Durch zahlreichen Stereotypen in den Bereichen Familie, Bildung, Kultur, Medien, Arbeitswelt und gesellschaftliche Organisation, wird diese Ungleichheit verstärkt. Sowohl im öffentlichen, als auch im privaten Leben sind Frauen gegenüber Männern benachteiligt, etwa bei Löhnen und Gehältern sowie bei der politischen Vertretung, in der Frauen unterrepräsentiert sind.

Der Europäische Rat der Gemeinden und Regionen Europas hat 2006 die "Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene" ins Leben gerufen. Sie gilt als Handlungsrahmen, um eine gleiche Teilhabe aller Menschen an Ressourcen der Gesellschaft zu stärken. Heute ist sie das wichtigste und wirksamste Instrument in zahlreichen europäischen Kommunen, um die Gleichstellung von Frauen und Männern vor Ort zu fördern. Denn Gleichberechtigung beginnt vor Ort.

Mittlerweile ist die Charta von mehr als 2.000 Kommunen in 36 europäischen Ländern unterzeichnet worden, darunter über 60 deutsche Kommunen. Mit der Unterzeichnung bekennen sich Lokal- und Regionalregierungen zum Grundsatz der Gleichstellung von Frauen und Männern. Sie verpflichten sich, einen Aktionsplan zur Gleichstellung zu erarbeiten, welcher konkrete Ziele setzt und Maßnahmen zur Umsetzung des Gleichstellungsauftrags definiert. Die Stadt Kaufbeuren hat die EU-Gleichstellungscharta am 24.11.2023 unterzeichnet.